Meine Bücher

Hier finden Sie eine Auswahl meiner im Scriptline Publishers-Verlag (Bellheim) veröffentlichten Bücher. Ich freue mich auf jeden interessierten Leser und auch auf Ihr persönliches Feedback.

Papst Franziskus gegen den Mythos des Sisyphos?
Kapitalismuskritik im päpstlichen Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“ und Lebensperspektive des Menschen aus Camus „Der Mythos von Sisyphos
ISBN-13: 978-3-938846-53-7
Seiten: 148

Plötzlich wird der Papst als der „mächtigste Mann einer sehr reichen Organisation“ beschrieben, der „über Armut, Ungerechtigkeit und die Wirtschaft im Allgemeinen“ in unzulässiger Weise schwadroniere. Der Papst identifiziere „angebliche Schuldige“. Mit seinem apostolischen Lehrschreiben „Evangelii gaudium“ tritt der Papst im ersten Jahr als oberster Hirte der katholischen Christenheit als scheinbarer Kapitalismuskritiker auf, der den westlichen Ländern die Leviten zu lesen scheint...

Leonardo da Vinci
Die drei theoretischen anatomischen Programme 1491, 1509, 1510/11
ISBN-13: 978-3-938846-24-7
Seiten: 80

Zeichnet man Leonardos Beschäftigung mit dem menschlichen Körper nach, so erscheinen in den etwa auf 150 Großfolioblättern erhalten gebliebenen anatomischen Arbeiten, die teils mit sorgfältig ausgeführten großen Zeichnungen, teils winzigen, doch höchst aufschlussreichen Skizzen, fast immer aber mit ungezählten Notizen, Erklärungen und Vorschlägen bedeckt sind, drei wesentliche Phasen bzw. Perioden, die Gemeinsamkeiten aufweisen, aber auch immer auf die jeweils folgenden oder vorangegangenen rekurrieren. Es lassen sich dadurch einzelne Entwicklungsstufen Leonardos nachvollziehen und für jede dieser Stufen bzw. Phasen kann aufgezeigt werden, weshalb man eine Art Programm entdecken kann...

Karl Jaspers und die Schuldfrage.
Schuldfragen und fragwürdige Schuld
ISBN-13: 978-3-938846-33-9
Seiten: 77

Der Essay „Die Schuldfrage“, erstmals 1946 erschienen, beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Verbrechen, die das Deutsche Reich unter der Führung Adolf Hitlers während des Zweiten Weltkriegs begangen hat. Die Auseinandersetzung mit dem Text „die Schuldfrage“ von Karl Jaspers ist heutzutage deshalb interessant, weil man mit dem Abstand von fast sieben Jahrzehnten sowohl die Rolle der Deutschen als auch die Beschäftigung des Philosophen mit der Schuldfrage abgeklärter, vielleicht auch objektiver, in jedem Fall aber ohne Gefahr gesellschaftlicher Stigmatisierung betrachten und beurteilen kann...

Schloss Stolzenfels
Eine Einführung
ISBN-13: 978-3-938846-23-0
Seiten: 68

Prägende Erlebnisse des künstlerisch hochbegabten preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV [1795-1861] kurz nach der Niederschlagung des napoleonischen Frankreichs waren es zu Beginn der zweiten Dekade des 19. Jahrhunderts, die der damals knapp 20jährige Kronprinz von seinen ersten Begegnungen mit der Antike und dem Mittelalter des Rheintals mit nach Preußen nahm. Beeinflusst von romantischen Vorstellungen und unter dem Eindruck dramatischer und geschichtsträchtiger Bauten der Rheinlande wie der Basilika in Trier, der Porta Nigra, der römischen Villa Otrang, dem Königsstuhl in Rhens, der Matthiaskapelle über Kobern oder den Burgen Rheinstein, Sooneck oder Rheinfels zeigte sich die Euphorie des jungen Aristokraten nicht nur in Briefen, die er nach Berlin sandte und mit Äußerungen  ...

Was ist Metaphysik? 
Martin Heidegger und die Entfremdung vom Sein. Ein kurzer Überblick
ISBN-13: 978-3-938846-52-0
Seiten: 76

Die Begriffe des Seins, des Hierseins, des Daseins, der Existenz und Worte wie Lichtung und Metaphysik sind dem heutigen Leser sicherlich schwerer zu vermitteln als vielleicht noch vor acht Jahrzehnten, da eine gewisse Schwülstigkeit im Sprachlichen und Denken in Sphären, deren reale Bezüge häufig in Frage gestellt werden müssen, im 21.Jahrhundert weniger Anklang finden ‒ ob dies für den Menschen und die Gesellschaft, in der er sich befindet, nun gut oder schlecht ist. Auch wenn der konkrete Lebensvollzug bei den Existenzphilosophen (Sartre, Jaspers, Husserl usw.) im Vordergrund zu stehen schien, immer leuchtet die Frage nach dem Sinn und Zweck des Seins auf und auch die, welche Rolle der Mensch ...

Georg Christoph Lichtenberg und die Französische Revolution. Verbindungen 
Aufsätze, Briefe, Kommentare, Stellungnahmen
ISBN-13: 978-3-938846-26-1
Seiten: 100

Fast auf den Tag genau beim Ausbruch der französischen Ereignisse anno 1789 brach bei Lichtenberg eine „asthmate convulsivo“ aus, die ihn nach eigenen Aussagen in Briefen an einen Freund hinzuraffen drohte und von der er sich bis zu seinem Tode am 24. Februar 1799 im heimischen Göttingen nicht mehr erholen konnte. Dass zusätzlich ein drittes Ereignis um diese Zeit stattfand, passte eigentlich so ganz ins Leben des großen Aphoristikers: er heirate seine jahrzehntelange Geliebte Margarethe Kellner, mit der ...

Das HessenHORN-Projekt 
Soziologische Beobachtungen 2013
ISBN-13: 978-3-938846-25-4
Seiten: 177

Das HessenHORN-Projekt ist ein 2013 durchgeführtes soziologisch-journalistisches Projekt und beschreibt die Lebenswirklichkeiten hessischer Kommunen und relevante bundesdeutsche Themen. Das HessenHORN-Projekt begann mit Themen zum Länderfinanzausgleich und zum kommunalen Schutzschirm in Hessen. Das zuerst auf 2 Ausgaben begrenzte soziologische Projekt berichtet kritisch über spannende Nachrichten aus hessischen Städten und Gemeinden. Im Vordergrund stehen dabei Strukturthemen, die übergeordnete Fragestellungen aufgreifen, die die Zukunft gesellschaftlichen Handelns beleuchten. Das Magazin spricht nicht nur hessische Bewohner oder Bürger der im Fokus ...

Hobbes Menschenrechtskonzeption, Kants Idee des Friedens und heutige Menschenrechtsproblematiken 
Standpunkte
ISBN-13: 978-3-938846-16-2
Seiten: 225

Vorliegende Arbeit fußt in diesem Spannungsfeld von theoretischer Begründbarkeit von Menschenrechten, wie sie bei Hobbes erscheint, der Möglichkeit der Anerkennung und Förderung durch internationale Konstruktionen wie des Völkerbunds bei Kant und beschreibt deren Anwendbarkeit bzw. Plausibilität sowie deren Aktualität vor dem Bereich heutiger Menschenrechtsproblematiken. Es werden hierfür zum einen die Konzeption von Hobbes Ansatz, der vor allem in seinem Leviathan zum Ausdruck kommt, ...

Abtreibungsproblematik 
Schwangerschaftsabbruch, der Paragraph 218 StGB und die Gesellschaft. Eine Einführung
ISBN-13: 978-3-938846-32-2
Seiten: 132

2012 gab es laut Statistischem Bundesamt über 100.000 Schwangerschaftsabbrüche, bei einer sehr hohen Dunkelziffer. Weltweit ist von jährlich über 40 Millionen Abtreibungen auszugehen. Die Frage danach, inwieweit man auf die Wünsche, Sorgen und Bedürfnisse von Frauen oder jungen Mädchen, die sich in eine bestimmte Konfliktsituation begeben haben und mit dem Gedanken einer Abtreibung spielen, als Gesellschaft adäquat eingehen kann, erscheint gerade seit den 70er Jahren problematisch: Mit einer massiven Anzeige von 374 Frauen im damals auflagenstärksten Nachrichtenmagazin „Stern“ im Jahre 1971 – entstanden  ...

Die Gruppe SPUR
Politische Manifeste einer Künstlergruppe
ISBN-13: 978-3-938846-28-5
Seiten: 100

Bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges formierten sich in ganz Europa Künstler zu so genannten Gemeinschaften oder Gruppen, um dem vorherrschenden Bewusstsein, daß es nach der Zeit der Zerstörung, des Terrors und Mordens zu gravierenden Veränderungen in gesellschaftlichen und politischen Bereichen auch innerhalb Europas kommen müsse, Rechnung zu tragen. Künstlerische Ausdrucksmittel sollten helfen, Verkrustungen und veraltete Strukturen zu revolutionieren. Dies bezog alle Bereiche mit ein, ästhetische wie sprachliche, künstlerisch-kreative und letztlich auch solche, die aus dem Bereich der Kunst hinauszutreten in der Lage waren und Wege proklamierten, die jenseits der sich abzeichnenden Verhärtungen der kommunistischen und kapitalistischen Blöcke gehbar erschienen. ...

Kant und sein Ewiger Friede
Politische Manifeste einer Künstlergruppe
ISBN-13: 978-3-938846-27-8
Seiten: 123

Kants Friedensidee in einem politischen Zusammenhang kam in deutlichster Form in der 1795 publizierten Schrift „Zum ewigen Frieden“ zum Ausdruck, in der er eine „systematische Begründung des Weltfriedens als zu stiftende[n] Rechtszustand“ formulierte.

 

Da Kant in drei Kontexten von der Idee des Friedens spricht, aber es hier um den Aspekt des Friedens auf völkerrechtlicher Ebene geht, werden diese drei Kontexte vorgestellt. Gerade an der hier vorgestellten Friedenschrift, die bei ihrer Veröffentlichung für erhebliches Aufsehen sorgte – wohl im Zuspruch als auch im Widerspruch – verdeutlicht er seine Grundvoraussetzungen zum Aufbau einer solchen Atmosphäre und die Wurzeln eines möglichen Völkerrechts: ...

Aristoteles und seine Nikomachische Ethik
Warum die Klugheit für die Tugend und diese für die Glückseligkeit des Menschen so wichtig ist: Rolle der Klugheit für die tugendhafte Tätigkeit des Menschen und dessen Glückseligkeit in der Nikomachischen Ethik des Aristoteles, mit Anmerkungen zur Weisheit
ISBN-13: 978-3-938846-05-6
Seiten: 48

Ob all die von vielen als begehrenswert empfundenen Ideale des Lebens wirklich mit der Vielfalt der Bedürfnisse in Einklang zu bringen sind, die in Ziele münden, die die Lust, die praktische Tätigkeit oder auch das Denken umfassen, erscheint fraglich: Der Mensch, der nach Glück strebt, muß nach Aristoteles bestimmte Güter aufweisen, die Bedingungen für das Glück darstellen würden: Solche Güter sind persönliche Güter, äußere Güter, politischer Einfluß, ...

Sloterdijk und das Medienzeit-Problem
 
ISBN-13: 978-3-938846-31-5
Seiten: 121

Wer sich mit den Texten Sloterdijks eingehender beschäftigt wird nicht umhinkommen, eine Art Übersetzungsmodus zu entwickeln, mit denen die bildhafte, teils metaphorische Sprache und die teils zugespitzten, übertreibenden Formulierungen übersetzt werden können in eine allgemeinverständliche Nomenklatur - ohne aber ihre inhaltliche Sprengkraft und Ausdrucksstärke zu mindern, die immer noch die Stärke von Sloterdijks philosophischen Äußerungen darstellt: So spricht er im Übertreibungsjargon gerne von „Hyper-Kugeln“, „Hypertexten“, „titanische Handlungen“, „Riesenereignis“,  ...

Ludwig Wittgenstein. Privatsprache
Das Privatsprachenargument. Eine Einführung
ISBN-13: 978-3-938846-29-2
Seiten: 48

Bei dem Privatsprachen-Argument handelt es sich „um eine gründliche Kritik an der geläufigen Vorstellung von der jedem eigenen Welt des Bewußtseins“. Es ist der Teil im Menschen, der vermutlich noch am wenigsten durchleuchtet werden konnte. An dem Moment, an dem die Menschheit sich aufmachte, neuzeitliche Vernunft zu predigen, versuchte man auch, sich wissenschaftlich dem richtigen Gebrauch der Vernunft anzunähern. Descartes wollte sich nur noch mit den Dingen beschäftigen, die er in sich selbst finden konnte oder in den Dingen, die sich ihm in der Welt vorstellten.Descartes war ein Vertreter einer Trennung von Leib und Seele, und er war der festen Ansicht, daß es eine Trennung  ...

Menschenrechte und die Konzeption von Thomas Hobbes
Ein Überblick
ISBN-13: 978-3-938846-02-5
Seiten: 103

Hobbes Einfluß auf die Entwicklung der Ideen von Men-schenrechten ist eher ein indirekter, aber auch ein grundlegender: Erstmals gelang durch den 1588 geborenen englischen Philosophen scheinbar eine Wandlung in der Begründung politischer Normativität: War man zuvor noch der Ansicht, daß eine solche Normativität verankert ist durch eine auf Gott ausgerichtete Seins-Ordnung, so vertritt Hobbes durch sein Leviathan-Modell die Position, daß Individuen eine solche Normativität selbst ...

Ernst Cassirer und der Mythos
Sein mythisches Denken. Eine Einführung
ISBN-13: 978-3-938846-07-0
Seiten: 60

Der Begriff des Mythos stellt für den deutschen Philosophen Ernst Cassirer innerhalb seiner philosophischen Systematik eine zentrale Bedeutung dar: Zur Herausbildung eines eigenen Ichs und zur Strukturierung der Umwelt steht er neben Sprache oder der Wissenschaft für den Menschen als eine Möglichkeit, bloße Eindrücke zu einer „Welt des reinen Ausdrucks umzubilden“, die der Mensch auch als Orientierungsmodell nutzen kann. Diese kompakte und übersichtliche Einführung ins mythische Denken Cassirers verdeutlicht dabei die Besonderheit, dass der Mythos „[s]einer Bedeutung und seinem Wesen nach […] nicht-theoretisch“ ...